Combichrist, Protafield, Controlled Collapse 12.08.2015, The Fleece, Bristol

Hier also der Beitrag zum Konzert. Ich liebe ja spontane Beschlüsse und somit hatte ich mich ja ziemlich schnell dazu entschlossen, nach England zu fliegen, um die Kombination Controlled Collapse, Protafield und Combichrist zu genießen.

Ich bin ja, entgegen meiner sonstigen Gewohnheit, relativ früh am Club gewesen, da ich ja wusste, dass der ein oder andere da ist, den ich kenne und auch ein wenig Zeit zum Quatschen ist. Ich hatte jedenfalls so einige nette Gespräche vor der Show und auch noch leckeren Cider. Was will man mehr?

Dann ging es auch schon bald mit dem Einlass los. Bevor Controlled Collapse loslegten, habe ich mich noch kurz mit ihnen unterhalten und mir dann einen guten Platz vorn in der Mitte gesucht. Die Show war großartig und da ich ja mittlerweile die Songs auch kannte, hatte ich umso mehr Spaß. Das Publikum war jedenfalls auch von Song zu Song begeisterter, kannten die meisten die Band doch sicherlich nicht. Auf jeden Fall konnten sie doch viele überzeugen und nach dem Auftritt haben sich einige Leute CDs gekauft und Autogramme geholt. Hat mich jedenfalls sehr für die Band gefreut.

autograph_controlled

Danach kam dann Protafield, die ich das letzte Mal ja im Januar in London gesehen hatte. Dieses Mal war die Bühne ja ein wenig größer und somit hatte nicht nur Jayce etwas mehr Platz, um aus sich rauszugehen. Und auch Nicki konnte mich überzeugen, er passt wirklich perfekt in die Band. Protafield schienen interessanterweise auch nicht so viele Leute zu kennen, hat mich doch ein wenig gewundert. Nun hoffe ich ja, dass sie endlich mal wieder nach Deutschland kommen, damit ich nicht jedes Mal nach England fahren muss, um sie zu sehen.

Nach einer kurzen Umbaupause kam dann auch schon der Hauptact des Abends – Combichrist. Für mich das letzte Konzert dieser Tour und dementsprechend wollte ich das auch noch mal richtig genießen. Dadurch, dass der Club ja nicht so voll war, hatte ich auch keinerlei Probleme nach vorne zu kommen. Mich hat aber dann ab dem 2. Song doch tatsächlich gewundert, dass das Publikum gar nicht so mitgegangen ist, war ich doch von den vorherigen Konzerten was anderes gewöhnt. Wo waren die Leute, die ausflippen? Irgendwie war das Publikum doch sehr statisch und erst gegen Ende des Konzertes wurden einige etwas aktiv. War schon irgendwie komisch, da fast allein Party zu machen. Das war doch irgendwie schade, da müssen die Leute dort echt noch dran arbeiten. Das Set an sich war wieder der Hammer und dieses Mal habe ich auch mal eine Setlist abgestaubt.

setlist_CC_bristol

Nach dem Konzert habe ich dann auch mein Eric 13-Shirt bekommen, dass ich eigentlich schon in Hamburg bekommen sollte, aber da doch glatt vergessen hatte, abzuholen. :D Ich habe mich dann noch eine ganze Weile mit einigen Leuten unterhalten, bis dann irgendwann der Club dicht machte und auch der Bus sich auf den Weg Richtung Utrecht machte. Insgesamt hat es sich auf jeden Fall gelohnt nach Bristol zu fahren, es hat unglaublichen Spaß gemacht, 3 tolle Bands hintereinander zu sehen. Und es war auch toll, wieder einige nette Leute zu treffen. Nur schade, dass es danach keine Aftershowparty oder ähnliches gab, somit war dann doch recht früh Feierabend und ich bin zum Hostel zurück.

Ach ja, hier noch ein kleines Souvenir, dass ich auch noch ergaunert habe.

guitar pick

Bristol, 12./13.08.2015

Großbritannien Man muss schon ein bisschen verrückt sein, um für ein Konzert nach England zu fliegen. Aber was soll’s, man ist oft genug normal. ;)

Am 12.08. spielten Combichrist, Protafield und Controlled Collapse in Bristol. Da ich gerne mal wieder Protafield sehen wollte (und natürlich die beiden anderen Bands, hehe), bin ich also nach London geflogen, um von dort aus mit dem Bus nach Bristol zu fahren.

bus

In Bristol angekommen, habe ich mir am Busbahnhof erst mal die „Shaun In The City“-Map organisiert. Ich hatte vorher darüber gelesen und wollte natürlich auch einige der Shauns sehen, die in der Stadt verteilt waren. Den ersten habe ich dann gleich am Busbahnhof entdeckt.
shaun_1

Der erste Weg führte mich dann zum Hostel, um den Rucksack loszuwerden, da ich bis Konzertbeginn ja einige Stunden Zeit hatte und ich mir ein wenig die Stadt ansehen wollte. Gesagt, getan, los ging’s zur Stadtbesichtigung. Ich muss sagen, Bristol hat mir richtig gut gefallen, die Stadt hat Flair. Hier mal einige Impressionen von der Stadt und natürlich ist auch die ein oder andere Shaun-Skulptur dabei.

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Die Clifton Suspension Bridge ist schon beeindruckend, von dort hat man eine fantastische Aussicht. Ebenso vom Cabot Tower im Brandon Hill Park, den man über eine sehr schmale Treppe erklimmen kann. Auf jeden Fall muss ich, wenn ich noch mal in diesen Park komme, vorher Nüsse mitnehmen, damit die Eichhörnchen nicht so enttäuscht sind.

Nachdem ich am Donnerstag noch einige Stunden in Bristol verbracht habe, hieß es dann am Nachmittag Abschied nehmen und wieder mit dem Bus zurück nach London fahren. Auf der Fahrt nach London gab’s zwar einen kleinen Stau, aber wir waren ziemlich pünktlich in Heathrow. Ich habe mich dann gleich auf den Weg zum Sicherheitscheck gemacht, falls es dort eventuell einen riesigen Auflauf gibt. Das war zwar nicht der Fall, aber mir wurde trotzdem mal wieder eine Extra-Behandlung zuteil. Irgendwas ist ja immer, dieses Mal war der Plastikbeutel mit meinem ganzen Kram wie Zahnpasta, Deo usw. interessant und er wurde einer „Schnüffelprobe“ unterzogen.

Als ich dann nachgesehen habe, zu welchem Gate ich muss, gab’s dann die Überraschung – mein Flug war verspätet. Also hieß es gemütlich was essen, für Strom und WiFi sorgen und sich mit Musik auf den Ohren einen gemütlichen Platz suchen. Aus der ursprünglichen Stunde wurden dann fast 2 Stunden Verspätung, da unser eigentlicher Flieger von einem Blitz getroffen wurde, somit erst mal auf Schäden gecheckt wurde und für uns dann eine neue Maschine aus Hamburg kommen musste. Am Gate haben sich natürlich trotzdem erst mal einige bitterböse beschwert und mit Klage gedroht, typisch deutsch eben. Tja, und somit war der Kurztrip nach England auch schon wieder vorüber. Hm, könnte ich mich glatt dran gewöhnen.

M’era Luna – Festival 07.-09.08.2015

Freitag, 07.08.2015 – Tag 1

The same procedure as last year, Miss Sophie? – The same procedure as every year, James! ;)

Es war wieder soweit, das M’era Luna stand an. Also wurde alles notwendige zusammen gepackt und auf ging’s nach Hildesheim.

Auf geht's zum M'era Luna!

Auf geht’s!

Die Fahrt verlief ganz gut, bis dann vor Hildesheim-Drispenstedt ein Stau war, jede Menge Autos, die dort von der Autobahn runter zum Festival wollten. Später haben wir im Verkehrsfunk sogar noch mitbekommen, dass die Besucher des Festivals auch andere Abfahrten nutzen sollen. Wann hat man das schon, ein Festival im Verkehrsfunk.

Angekommen auf dem Zeltplatz, haben wir dann erst mal die bereits angekommenen Leute unseres Camps begrüßt und unser Zelt aufgebaut.

M'era Luna Camp 2015

unser Camp

Auf dem Gelände selbst habe ich dann auch schon die ersten Bekannten getroffen und konnte die ersten Flunkyball-Spiele genießen. Später ging’s dann noch zur Hangardisco, bis dann irgendwann die Musik nicht mehr so toll war. Trotzdem wurde es eine lange Nacht und irgendwann morgens hieß es dann mal in den Schlafsack krabbeln.

Samstag, 08.08.2015 – Tag 2

Der Samstag begann dann auch recht entspannt, sollte doch die Erste für mich relevante Band erst um 17.40 Uhr spielen. So wurde erst mal ein bisschen was gefrühstückt, um dann später auf das Infield zu schlendern. Dort habe ich erst mal das Essensangebot gecheckt, wurden die Stände jetzt doch einheitlich gestaltet. Als erstes habe ich mir dann The Other angesehen, eine Horrorpunk-Band aus Nordrhein-Westfalen. Ich kenne sie ja mittlerweile schon und sie machen immer wieder Spaß.

The Other im Hangar (M'era Luna 2015)

The Other

Ost+Front und Lord Of The Lost habe ich nur nebenbei mitbekommen, da ich mich in der Zeit etwas auf dem Gelände umgesehen habe. Nach einem kurzen Abstecher zum Zelt (um die Einkäufe abzuliefern), ging es dann zum Ende des Merciful Nuns-Auftritts in den Hangar. Danach sollte nämlich mein Highlight des Wochenendes auftreten – Aesthetic Perfection. Wir waren dann vorn auch ein kleiner Trupp, der sich schon mal auf den Auftritt einstimmte. ;) Und dann kam die Band auch schon auf die Bühne. Daniel hatte sich in ein schwarz-rot-goldenes T-Shirt geworden und lieferte zusammen mit Tim und Elliott eine tolle Show ab. Daniel weiß, wie er die Leute mitzieht und somit war die Stimmung auch super.

Anschließend ging es dann zur Autogrammstunde von Aesthetic Perfection. Eigentlich wollte ich mir ja gar kein Autogramm holen, aber wir hatten zusammen einfach so viel Spaß, also stellten wir uns auch brav in die Schlange. In Ermangelung geeigneter Objekte zum Unterschreiben musste dann einfach mein Becher dran glauben. Wir haben dann noch einige Fotos gemacht und ich glaube, wir sind auch ganz schön aufgefallen. :D Was soll’s, Hauptsache wir hatten unseren Spaß.

Autogramme von Aesthetic Perfection

Autogramme von Aesthetic Perfection

Die restlichen Bands des Tages habe ich wiederum nur so nebenbei mitbekommen, da die meisten einfach nicht mein Fall waren. Nachdem die Bands vorüber waren, sind wir noch in den Hangar zur Disco gegangen, da dort Daniel und Elliott aufgelegt haben. Wir haben dann bis zum Rauswurf um 5.00 Uhr durchgehalten, anschließend ging’s dann mal wieder in den Schlafsack.

Sonntag, 09.08.2015 – Tag 3

Nach nur wenigen Stunden Schlaf (wer braucht den schon?), ging’s dann auf in den Sonntag. Der sollte für mich sehr entspannt verlaufen, war doch keine Band dabei, die ich unbedingt sehen wollte, somit musste ich mir auch keinen Stress machen, zu einer bestimmten Zeit irgendwo aufzutauchen.

Gesehen habe ich unter anderem Apoptygma Berzerk und auch die Einstürzenden Neubauten. Leider hat man da die Ansprachen gar nicht verstanden, weil die viel zu leise waren. Von Nightwish habe ich nur einen Teil gesehen. Die Bühnenshow ist ja schon klasse, aber auf Dauer nervt mich dann aber doch der Gesang. Ich kann mich mit diesem Symphonic Metal einfach nicht anfreunden. Na ja, man muss ja nicht alles mögen.

Sonnenuntergang auf dem M'era Luna

Sonnenuntergang

Jedenfalls ging der Sonntag sehr entspannt vorüber und wir haben dann noch auf dem Campingplatz ein bisschen Party gemacht. Inklusive nächtlicher Bratkartoffeln. :D

Am nächsten Morgen hieß es dann Zelt abbauen und wieder zurück nach Hamburg. Das Wochenende ging mal wieder zu schnell vorbei und jetzt heißt es wieder ein Jahr warten.

Combichrist und Controlled Collapse, 29.07.2015, MS Stubnitz

cc_hh

Nach Combichrist ist vor Combichrist? Ja!

Ja, ich gebe es zu, ich bin den Jungs verfallen. Und somit war klar, dass ich auch das Hamburg-Konzert besuchen werde, obwohl sie gerade erst auf dem Amphi waren. Aber was soll’s? Wäre ja ziemlich blöd, nicht hinzugehen, wenn sie schon in der Stadt und dann dazu auch noch auf der Stubnitz sind. Ist schließlich auch keine alltägliche Konzerthalle.

Also hieß es früher Feierabend machen, damit ich auch rechtzeitig da bin. Nach einer kurzen Erkundungstour an Bord sicherte ich mir dann meinen Platz für den Rest des Abends und kurz darauf spielte dann auch schon der Support Controlled Collapse, die ich auch schon in Oberhausen gesehen hatte. Die Band passt perfekt als Support und somit habe ich mich auch auf sie gefreut. Leider hatten sie ein wenig mit technischen Schwierigkeiten zu kämpfen, aber nichtsdestotrotz haben sie eine klasse Show abgeliefert und die Songs sind einfach toll. Ich hatte auch versucht, mal ein Foto zu machen, aber die Lichtverhältnisse machten es dann doch ziemlich unmöglich. Auf jeden Fall werde ich die Band im Auge behalten!

Nach einer kurzen Umbaupause kam dann auch schon Combichrist! Sie lieferten eine Hammershow ab, spielten ihre Hits genauso wie unbekanntere Songs. Das Set war im Vergleich zum Amphi wieder ein wenig geändert, so dass man tatsächlich nicht exakt die gleichen Songs zu hören bekam, perfekt! Die Stimmung war jedenfalls klasse, das Publikum ging super mit und es war verdammt schweißtreibend. Nach dem Konzert wusste ich jedenfalls, was ich getan hatte. ;)

Hier ein relativ erfolgloser Versuch, mal ein einigermaßen vernünftiges Bild zu machen.

combichrist_hh

Nach dem Konzert habe ich dann mal bei Controlled Collapse eingekauft, schließlich muss so eine Band auch unterstützt werden. Wir haben uns auch noch nett unterhalten und ich freute mich schon drauf, die Band noch mal in Bristol zu sehen.

Na ja, und dann wurde die Nacht noch recht lang ….

Amphi Festival 26.07.15 – Tag 2

Sonntag, 26.07.2015, der zweite Festivaltag

Der Tag begann nach sehr wenig Schlaf mit Diorama. Sie holten ihren Auftritt vom Tag zuvor nach, der ja wegen des Sturms ausfallen musste. Und für die frühe Zeit war es dann doch ganz gut gefüllt vor der Bühne.

Danach kam dann Pokæmon Reaktor. Ich hatte mir vorher auf Youtube einige Videos angesehen – ziemlich schräge Truppe. Und obwohl es mal was richtig anderes war, bei mir sprang der Funke nicht wirklich über. Keine Ahnung, warum, vielleicht war ich an dem Tag auch einfach nicht in der richtigen Stimmung für diese Band.

Nach so viel Sonnenschein war dann erst mal wieder Dunkelheit angesagt. ;) S.P.O.C.K hatte ich schon ewig nicht mehr gesehen und somit wollte ich mir die unbedingt mal wieder angucken. Ihre Shows sind einfach Fun pur, es macht immer wieder Spaß, sich die anzusehen. Und „Never Trust A Klingon“ ist nun einfach mal ein richtiger Hit, den Song muss man einfach mögen.

Danach war dann Das Ich angesagt. Es ist schön zu sehen, dass es Stefan immer besser geht und er auch wieder aktiver auf der Bühne ist. Sie lieferten dann auch eine gute Show ab, mit all ihren Hits und auch ’ner guten Prise Humor. So mag ich das!

Nach Das Ich habe ich mir einen Teil von Euzen angesehen, die ich vorher noch nie gesehen hatte. Hat mir ganz gut gefallen, da muss ich mal bei Gelegenheit intensiver reinhören. Ich bin dann aber noch vor Ende des Auftritts in die Halle gegangen, um noch mal das „stille Örtchen“ aufzusuchen und vor allem, um mir einen guten Platz zu sichern.

Zum Glück war gerade Der Tod mit seiner Show dran, so dass recht wenige Leute im Innenraum standen und ich somit gemütlich nach vorne gehen konnte. Von seiner Show habe ich nur noch den Rest mitbekommen. Interessanterweise wollte der Funke beim Publikum nicht so wirklich überspringen, was mich doch ein wenig gewundert hat. Aber ich denke auch mal, dass es einfach der riesigen Halle geschuldet ist, irgendwie funktioniert da so eine Show nicht richtig.

Nachdem ich mir also einen gemütlichen Platz vorn gesucht hatte, hieß es dann warten. Warten auf mein Highlight des Wochenendes – Combichrist! Die Band war der ausschlaggebende Grund, warum ich doch zum Amphi gefahren bin, denn bis zu deren Zusage wollte ich gar nicht hin. Aber bei den Jungs konnte ich dann doch nicht widerstehen, dafür gucke ich sie mir einfach zu gern an. Sie hatten vorher ja schon angekündigt, dass sie das Set gegenüber den letzten Konzerten verändert haben und ich war mir sicher, dass es gitarrenlastiger sein wird im Hinblick auf die Auftritte bei den Metal-Festivals. Und genau so kam es dann auch! Wie ich im Nachhinein jetzt gelesen habe, kommen doch verdammt viele mit dem neuen Sound nicht klar und wünschen sich die reinen Elektrozeiten wieder. Meine Meinung: NEIN! Ich liebe diese Mischung aus Elektro- und Gitarrensongs, für mich war das Set wirklich perfekt! Es gibt genug langweilige Elektrobands in der Szene und ich bin Andy verdammt dankbar, dass er sich mit Combichrist weiterentwickelt und nicht stehen bleibt. Sie haben dadurch immer noch ein Alleinstellungsmerkmal, während man andere Bands kaum auseinander halten kann. Für mich war es jedenfalls ein perfekter Auftritt und ich war danach total erledigt.

Hier noch ein Video von der Show, ich bin jedes Mal hin und weg, wenn ich das sehe.

Nach Combichrist musste ich mir erst mal Wasser organisieren (Danke, Elliott!), weil mein „Anhang“ irgendwie nicht aufzutreiben war und ich weder Geld noch Handy hatte. Als ich dann wieder im Besitz von beidem war, hieß es erst mal was zu essen kaufen und dann gemütlich Oomph! anschauen.

Nach Oomph! bin ich dann mal wieder im Innenraum gewesen, um mir von dort The Mission anzusehen. Ich hatte sie jetzt schon ewig nicht mehr live gesehen und wollte einfach mal wieder dieses „Old School“-Feeling geniessen. Und tatsächlich, man fühlte sich durch die Musik und das Publikum wieder einige Jahre zurück versetzt. Ist eben was völlig anderes. Aber trotzdem schön.

The Mission audience

Den Abschluss machten dann VNV Nation, die ich mir aber wieder gemütlich im Sitzen angesehen habe. Warum? Ich habe sie mittlerweile so oft gesehen und ich kann mich einfach nicht mehr dafür begeistern. Ok, sie sind nicht schlecht, aber und das ist eben für mich der Unterschied zu Combichrist, es gibt seit Jahren keinerlei Weiterentwicklung. Klar, sie begeistern immer noch die Massen, aber ich teile sie eben nicht. Cool waren allerdings die eingeschalteten Handylichter in der dunklen Halle, das sah schon geil aus.

VNV Nation lights

Und mit dem letzten Ton von VNV Nation war dann auch dieses Festival vorbei.

Fazit:
Ich stelle für mich mehr und mehr fest, dass mich die großen Festivals immer weniger ansprechen, da sich die Bands einfach zu oft wiederholen. Wäre jetzt nicht Combichrist da gewesen (ja, ich weiß, ich bin ein Groupie :p ) hätte mich das Festival so gar nicht gereizt. The Birthday Massacre waren für mich eine neue Liveentdeckung, die werde ich mir auf jeden Fall noch mal ansehen, wenn ich die Möglichkeit dazu habe.

Tja, und das Gelände? Mit Sommer und Festivals verbinde ich eigentlich auch, dabei hauptsächlich draußen zu sein, was bei dem Gelände eher weniger der Fall ist. Gut, ich hätte mir mehr Bands draußen ansehen können, aber durch den doch sehr begrenzten Platz kam auch da nicht so richtig das Open Air-Feeling bei mir an. Die Halle erwies sich am Samstag als Glücksgriff, da sonst gar nichts stattgefunden hätte, aber normalerweise sind die Sommer ja nun immer so schlecht wie an diesem Tag.

Ich habe viele Kritiken gelesen, in denen die Leute schrieben, dass sie aufgrund der Location nicht mehr kommen wollen. Das kann ich jetzt von mir so pauschal nicht sagen. Sie ist nicht optimal, aber bei mir wird die Entscheidung, ob ich zum Amphi fahre, in Zukunft mehr vom Line-Up abhängen. Mir ist es einfach zu wenig Abwechslung, ich würde mir doch mehr neue und unbekanntere Bands wünschen. Und die gibt es, nur werden sie leider nicht eingeladen. Warten wir also ab, was die Ankündigungen bringen.