Nocturnal Culture Night 10 – 04.-06.09.2015 – Tag 1

ticket Nocturnal Culture Night 10 in Deutzen

Ticket Nocturnal Culture Night 10

Freitag, 04.09.2015 – Tag 1

Am 04.09. war es soweit, wir waren auf dem Weg zum NCN (Nocturnal Culture Night) nach Deutzen. Ich hatte mich schon lange darauf gefreut, da am 05.09. Telemark ihren ersten Auftritt in Deutschland haben sollten. Und seit dem letzten Auftritt, den ich gesehen habe, waren ja mittlerweile auch schon wieder knapp 4 Monate vergangen.

Also ging es erst einmal nach Leipzig und dann anschließend nach Rötha, in dem unser Hotel war. Nach einem kleinen Abstecher zum Supermarkt und einem daraufhin gut gefüllten Kühlschrank, sind wir dann zum Festival nach Deutzen gefahren. Wir hatten dabei Glück, dass 2 andere Leute aus dem Hotel auch gerade auf dem Weg dort hin waren und wir bei ihnen mitfahren konnten.

Angekommen am Gelände haben wir uns dann gleich die Bändchen geholt – interessante Farbkombination, pink und lila, dazu ein wenig gelb. Nach einem kleinen Rundgang über das Gelände haben wir uns dann auch den ersten Bands gewidmet.

Die erste Band des Tages waren Severe Illusion aus Schweden, eine Band, die mir bis dato völlig unbekannt war. Sehr interessant war das „Outfit“ des Sängers, Frischhaltefolie. Mal was Neues! Musikalisch war es ganz okay, aber so richtig überzeugen konnte mich die Band nicht. Werde ich wohl noch mal in Ruhe reinhören müssen, manchmal erschließt sich die Musik ja erst beim zweiten Hören.

Auf der Parkbühne ging’s dann mit Blind Passenger weiter, eine Band, die ich schon seit einigen Jahren nicht mehr gesehen hatte. Beim Hören fühlte man sich auch prompt wieder um einige Jahre zurückversetzt. Die Show war ganz gut und vor allem das Cure-Cover von „A Forest“ fand ich wirklich klasse. Es war auf jeden Fall toll, die Band mal wieder zu sehen.

Über Legend hatte ich im Vorfeld des Festivals einiges gelesen und viele sind von der Band auch sehr begeistert, weswegen ich sie dann auf dem NCN unbedingt sehen wollte. Die Band kommt aus Island und macht eine Mischung aus Electro und Pop mit ein paar Industrial-Anleihen. Ich muss sagen, sie waren nicht schlecht, aber so richtig ist der Funke bei mir nicht über gesprungen. Irgendwie fehlte mir da was. Ich kann es noch nicht mal beschreiben, was es ist, aber die große Begeisterung konnte ich einfach nicht teilen. Auf jeden Fall auch eine Band, in deren Musik ich noch mal in Ruhe reinhören muss. Und wer weiß, vielleicht überzeugen sie mich ja doch noch, wäre ja nicht das erste Mal.

Da man ja auch mal ein wenig was essen muss, habe ich den Auftritt von Stahlmann nur zu einem kleinen Teil mitbekommen. Ich finde mittlerweile gibt es einfach zu viele Bands, die das NDH-Genre bedienen und ich kann mich da auch nicht so sonderlich für begeistern. Da ich Stahlmann schon auf anderen Festivals gesehen habe und es mir einfach zu sehr nach einer Mischung aus Oomph und Rammstein klingt, habe ich die Zeit lieber anderweitig genutzt.

Bei den Merciful Nuns bin ich immer ein wenig zwiegespalten. Guter, alter Gothic Rock, basierend auf Garden Of Delight, The Sisters Of Mercy und The Mission. Aber irgendwie sind sie mir wiederum auch ein wenig zu nah and diesen Vorbildern. Ich vermisse da doch ein wenig die Eigenständigkeit, wobei sie natürlich nicht so extrem kopieren wie das andere Bands tun.

Das Finale bestritten dann Die Krupps. Leider gab es anfangs einige technische Probleme, so dass ich immer wieder aus der Partystimmung gerissen wurde. Als diese dann aber behoben waren, konnte es endlich richtig losgehen. Sie präsentierten sowohl ältere Hits als auch Songs vom neuen Album. Leider spielten sie nicht meinen Lieblingssong vom aktuellen Album, Kaos Reigns. Nach den Krupps hieß es dann auf Richtung Hotel, ein bisschen Erholung, bevor dann morgen DER große Tag starten sollte.